Über mich
Bereits zu Beginn meiner künstlerischen Tätigkeit galt mein Augenmerk der Transformation zweidimensionaler Textilflächen in ein körperhaftes, räumliches Dasein. Parallel dazu entwickelte ich filzstiftbasierte, hoch verdichtete Bildwelten, die als konstruierte, imaginär begehbare Gefüge eine architektonische Räumlichkeit herstellten. Diese frühen Untersuchungen zu Struktur, Tiefe und räumlicher Transformation bilden bis heute einen zentralen Bezugsrahmen meiner künstlerischen Praxis.
Mein Blick für künstlerische Fragen wurde früh durch die Umgebung meiner Kindheit am Zürichsee geschärft. Die ständigen Transformationen von Wasseroberflächen, Licht und Wolken vermittelten mir ein tiefes Verständnis für Prozesshaftigkeit, Strömung und räumliche Spannung. Die so verinnerlichten Rhythmen der Natur dienen heute als subtile Bezugspunkte in meinem Schaffen.
Parallel zu meiner Tätigkeit als Juristin und über das Modedesign gelangte ich zu einer künstlerischen Praxis, die Materialität, Körper und Raum als miteinander verschränkte Systeme begreift. Meine Arbeiten entstehen im Zusammenspiel heterogener Materialien und Techniken und formieren sich zu dreidimensionalen Objekten, die nicht Raum darstellen, sondern ihn selbst als dynamische, bewegliche Größe erfahrbar machen.
Meine Werke verstehen sich als Einladung an die Betrachtenden, sich auf eine aktive, räumlich-sinnliche Wahrnehmung einzulassen. Transformation - physisch, atmosphärisch, gedanklich - bildet den Kern meines künstlerischen Arbeitens und verbindet es mit jenen Strömungen der Kunstgeschichte, die Raum nicht nur definieren, sondern in Bewegung versetzen.